Pata pata pata pon!
Bastian | 6. March 2008
Eines gleich vorweg: Ich liebe Japan! Und Ich liebe japanische Spielemacher. Kein Spiel aus Nippon konnte mir bisher zu schräg, kein Anime-Overkill zu kitschig sein. Da sollte so ein Langnasen-Abschrecker wie “Patapon” eigentlich genau das Richtige für mich sein. Ist es aber leider nicht. Werde ich nun doch zu alt oder hab ich mich einfach nur zu doof angestellt?
Was mich am Nachfolger des genialen “LocoRoco” so stört? Grafik, Charakterdesign und Sound sind es auf jeden Fall nicht, denn genau diese Bestandteile machen das Spiel so unglaublich liebenswert. Doch ohne gutes Gameplay kein gutes Spiel – und genau das nervt mich tierisch. Denn spielerisch stellt “Patapon” den leider glücklosen Versuch dar, das Echtzeit-Genre mit japanischen Musikspielen zu verheiraten. Ich will aber nicht ein ganzes Spiel mit einer Handvoll exakt im Takt einzuhämmernder Tastenkombinationen steuern! Ganz besonders nicht dann, wenn die Endgegner bereits nach ein paar Stunden ziemlich fiese Brocken werden und jedes “Pata pata pon” für den Fevermodus perfekt sitzen muss. Klar, ich könnte ja auch noch ein wenig in den “Food-Levels” zur Stärkung der putzigen Augen-Armee grinden, doch wieso soll ich bitte die Faulheit der Designer durch dümmliches Wiederholen alter Levels ausbaden?! Das hat mich schon bei “World of Warcraft” immer genervt. Ich grinde nicht, für kein Spiel – dafür fehlt die Zeit und sind die anderen Spiele einfach viel zu gut.
Zum Beispiel “God of War: Chains of Olympus“, welches nächste Woche eintrudeln wird. Nach dieser herben Patapon-Enttäuschung bauche ich mal wieder ein klassisches Spiel amerikanischer Bauart: Mit Bombast-Grafik, fetziger Metzelaction, coolen Sprüchen und obendrein jeder Menge unnötiger Gewalt! Yeah!






