Manhunt 2? Nein Danke!
Bastian | 22. June 2007
Rockstars “Manhunt 2″ wird gerade von diversen Jugendschutzbehörden so richtig fies durch den Fleischwolf gedreht. Doch bei diesem Spiel ist mir das nicht nur egal, sondern sogar recht und lieb. Denn die mittlerweile im ganzen Land bekannte Bezeichnung “Killerspiel” passt auf Titel wie “Counter Strike” & Co. eigentlich überhaupt nicht, doch bei “Manhunt” geht sie sogar als perfekt formuliertes Kurz-Review durch. Und wäre man bis dato noch nicht auf den Begriff “Killerspiel” gekommen, für “Manhunt” hätte man ihn auf jeden Fall eingeführt.
Denn derart platt, gewaltverherrlichend und sinnlos blutig ist wohl kaum anderes Spiel über meinen Bildschirm geflimmert. Glücklicherweise musste ich das Review zum ersten Teil seinerzeit nicht schreiben, doch alleine das Zuhören, während der Kollege an der Playstation saß, war eine Zumutung. Ich sollte ja jetzt eigentlich wie jeder pflichtbewusste Zocker die Medienzensur anprangern, aber sorry, bei Manhunt springe selbst ich mit auf den Moralapostel-Zug auf. Nichts gegen ein zünftiges Gemetzel am Bildschirm, aber dann bitte mit cooler Story, Spieltiefe oder sonst irgendetwas, das nicht die Gewalt alleine im Vordergrund stehen lässt.
Ich habe heute extra mein Rockstar-Gedächtnis-Shirt angezogen. In der Hoffnung, dass man dort künftig mehr Spiele wie “The Warriors”, “GTA” oder “Table Tennis” entwickelt und nicht mit unnötigen Produktionen wie “Manhunt 2″ das Interesse der Medien und Behörden auf ein weiteres Musterbeispiel für schärfere Jugendschutzgesetze lenkt.






