EyeTV: Mein NextGen-Videorekorder
Bastian | 12. February 2008
Eigentlich sollte an dieser Stelle mal wieder ein Beitrag zum Thema Zocken stehen. Tut er aber nicht. Zumindest nicht ganz. Das liegt daran, dass wir momentan leider von nicht wirklich vielen Spiele-Highlights gesegnet sind. Klar, “Devil May Cry 4″ hätte ich mir schon längst mal kaufen können. Capcoms Göttliche Komödie ist zwar nicht ganz das, was sich alle Welt erwartet hat, aber schlecht ist definitiv was anderes. Den neuesten Vertreter des exotischen Genres namens “Stylish Action” werde ich mir trotzdem besorgen, doch die Wertungen und die eher langweilige Demo haben dafür gesorgt, dass ich es alles andere als eilig damit habe.
Doch nun zum Thema: Ich habe mal wieder ferngesehen! Natürlich – wer hätte es auch anders erwartet – mit meinem Mac Mini. Alles, was man dazu braucht, ist ein DVB-T-Stick der Münchner Firma Elgato. Klar, Geräte dieser Gattung gibt’s auch für Windows und Linux, doch der Unterschied zum Mac ist enorm: Fast alle Windows-Sticks werden mit ebenso langsamer wie bugverseuchter TV-Software aus Fernost geliefert und unter Linux muss man sich mühsam die passende Firmware selbst in den Stick patchen, nur um sich dann in den EPG-Config-Untiefen von MythTV & Co. zu verlieren. Das war zumindest bei meinem DVB-Stick der Firma Freecom so.
Ganz anders mit EyeTV 3 von Elgato: Stick rein, Kanalsuche starten – fertig. Die Software bietet alles, was das Fernseh-Herz begehrt: Ein schlankes Interface, glasklaren Empfang, EPG, Timer-Funktionen, OSD über Mac-Fernbedienung und automatisierten Video-Export für Ipod, PSP und vieles mehr. Der absolute Knaller: Wenn ich eine Aufnahme programmiert habe, der Mac zu diesem Zeitpunkt aber ausgeschaltet oder im Schlafmodus ist, startet der Rechner ohne weitere Einstellungen selbstständig, nimmt die Sendung auf und fährt sich anschließend wieder automatisch runter. Das soll mir erst mal ein Windows-PC vormachen!
Somit verpasse ich garantiert keine Folge von Polylux, Quer, Karambolage, Spiegel TV und dem Weltspiegel mehr und schau mir das Ganze, wenn ich Zeit und Lust dazu habe, mit meiner Xbox auf dem Wohnzimmer-Fernseher an. Natürlich ohne der unerträglichen Werbung. Und über die restlichen 98% Abfall, mit denen uns deutsche Fernsehmacher tagtäglich vergewaltigen, lese ich lieber im Internet.






