Das Zockerblog

Früher war einfach alles besser. Auch die Spiele.
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Little Big Planet: Weltweite Rückrufaktion

Bastian | 18. October 2008

Au Backe! Da hat Sony die Rechnung aber ohne die Koranwächter dieser Welt gemacht: Aufgrund ein paar versteckter Koranzitate in einem der lizenzierten Musikstücke muss das so gut wie ausgelieferte Spiel jetzt in die Schrottpresse und neu produziert werden. Weltweit. Was zunächst für viele Spieler wie ein schlechter Aprilscherz klingt, scheint bitterer Ernst zu sein. Der Spaß kostet Sony jetzt eine sehr schmerzhafte Stange Geld, der zusätzliche PR-Effekt wiegt das sicherlich nicht auf.

Auch ich könnte an dieser Stelle und bei dieser Gelegenheit jetzt seitenweise über die in meinen Augen viel zu strengen Regeln des Islam füllen. Mach ich aber nicht, ich will schließlich niemanden irgendwo draufsteigen. Genau wie Sony. Ich bin überzeugter Atheist und halte von Religion nicht sonderlich viel, doch genau deshalb rege ich mich über derartigen Aktionismus auch auf. Wäre ich in irgendeiner Richtung gläubig, könnte ich den Ärger über die Koranzitate ja nachvollziehen, bin ich aber nicht. Denn Ich lebe im Jahr 2008.

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little big planet, ps3, religion

Von Sackpuppen, neuen Äpfeln und alten Pixelhelden

Bastian |

Seit knapp zehn Tagen keine Updates hier. Schweinerei. Hat aber Gründe: Die große Weihnachts-Spielewelle nimmt gerade erst Fahrt auf, wird aber spätestens nächste Woche so richtig fies über mich hereinbrechen: “Far Cry 2″, “Dead Space” und “Fable 2″ werden die Tage zu lang und die Nächte zu kurz machen. Naja, und dann ist da noch dieses unverschämt gute “Little Big Planet“, seines Zeichens das zweite wirklich gute Spiel für die PS3 seit Markteinführung. Und dieses Miststück von “Litte Big Planet” ist sogar derart gut gelungen, dass ich nun, nach all den Monaten des Sony-Bashens und “Metal Gear Solid”-Verzichtens, ernsthaft über den Kauf der PS3 nachdenke.

Doch meine Frau und meine Xbox können froh sein, dass Apple Anfang der Woche neue Macbook Pros vorgestellt hat und ich einfach nicht umhin konnte und den Kaufen-Button klicken musste. Was soll ich denn machen? Leidenschaft hat auch etwas mit leiden zu tun, richtig? Also vorerst aus finanziellen Gründen keine PS3 und kein LBP – zumindest nicht bis Weihnachten. Und bis dahin gibt es ja dann vielleicht sogar ein drittes, wirklich gutes Spiel für die Playstation 3.

Apropos gutes Spiel: Ich habe nun in “Dragon Quest IV: Die Chronik der Erkorenen” schon stattliche 13 Stunden Spielzeit auf dem Buckel. Das Spiel ist derart simpel und gleichzeitig so genial, man kommt einfach nicht davon los. Und das, obwohl es nur ein Remake eines 18 Jahres alten NES-Klassiker ist. Typisch “Dragon Quest” folgt das Spiel den steinalten Japano-RPG-Regeln, macht keine Experimente und sieht dank witziger Pixel-Protagonisten einfach zuckersüß aus. Vor größeren Bossen besteht zwar fast immer eine Grind-Pflicht, aber was soll’s. Der Ausflug in die gute alte Zeit, als Rollenspiele noch offline waren und aus Japan kamen, macht einfach irre Spaß.  Womit wir auch mal wieder beim Thema wären: Früher war alles besser, auch die Spiele.

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Apple, little big planet, nintendo ds, ps3, xbox 360

A History of Video Game Development

Bastian | 31. August 2008

Diese Google Tech Talks sind immer wieder für sehr angenehme Überraschungen gut.

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Playstation, videospiele

E3 2008: Kreative Pause bei Sony und Nintendo?

Bastian | 16. July 2008

Was ist nur los mit Sony und Nintendo? Deren Pressekonferenzen zum Start der diesjährigen E3 waren wirklich alles andere als spektakulär. Weit und breit keine bitter nötige Revolution bei Sony, dafür nur halbseidene Trailer zu Spielen, die irgendwann in ferner Zukunft etwas werden sollen. Bei Nintendo hatten die Kreativen wohl ebenfalls Urlaub: Kein einziges Spiel für Hardcore-Fans, höchstens vielleicht “Wario Land”. Soll das wirklich alles sein, was ich von euch zu Weihnachten bekomme? Warum heißt der einzige Kaufgrund für eine PS3 weiterhin “Metal Gear Solid”? Und warum gebt ihr nicht gerade jetzt, in dieser fantastischen Blütezeit des Konsolenmarktes, noch einmal so richtig Gas? Glaubt ihr tatsächlich, das Zeug verkauft sich in diesem Weihnachtsgeschäft mit solchen 1st-Party-Durchschnitts-Ramsch? Soll ich etwa wieder mit einem PC spielen?! So viele Fragen, aber keine Antworten.

Und ich Depp meckere im vorigen Beitrag noch über Microsoft! Bitte verzeiht mir, wie konnte ich nur jemals an euch zweifeln! Denn im Vergleich mit den beiden großen Konkurrenten steht Microsoft, auch dank des völlig neuen Dashboards, jetzt geradezu fantastisch da! Sehr schön, dann wäre ja zumindest die Frage “Wer dominiert das Weihnachtsgeschäft?” bereits geklärt.

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e3, microsoft, Nintendo, ps3, sony, wii, xbox 360

Final Fantasy XIII kommt für Xbox 360!

Bastian | 14. July 2008

Nach der Ankündigung diverser Produkte, die man so schon länger von Nintendo (Avatare) oder Sony (Singstar, EyeToy) kennt, gab es heute doch noch eine kleine Sensation auf Microsofts  E3-Pressekonferenz: Final Fantasy XIII kommt auch für die Xbox 360! Da wird sich der Herr Sony aber mächtig ärgern, schwimmen ihm doch so langsam die Felle, bzw. die exklusiven 3rd-Party-Games davon. Bleibt die große Frage, ob ein gleichzeitiger Release geplant ist. Und natürlich wann.

In other News: Es gibt im Herbst ein völlig neues Dashboard für die Xbox. Fällig ist das auf jeden Fall schon längst. Außerdem: “Geometry Wars 2″ soll schon nächsten Monat veröffentlicht werden!

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final fantasy, ps3, xbox 360

Pixel-Menschen

Bastian | 13. May 2008

via morn

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Crisis Core: Final Fantasy VII

Bastian | 31. March 2008

crisis core final fantasy VII

Kaum geben ein paar sonnige Tage einen ersten Vorgeschmack auf den Sommer, werfen gleich mehrere Spiele-Publisher absolut hochkarätige Titel für die beiden Handheld-Systeme auf den Markt. Für den Nintendo DS stehen mit “Nanostray 2″, “Final Fantasy Crystal Chronicles: Ring of Fates” und “Ninja Gaiden: Dragon Sword” gleich drei durchaus kaufenswerte Spiele beim Import-Händler eures Vertrauens im Regal. “Ring of Fates” habe ich davon bereits am längsten gespielt und bin durchaus zufrieden. Viel hat das Teil zwar mit “Final Fantasy” nicht am Hut, aber das verbaute Hack’n'Slay-Gameplay ist ideal für unterwegs geeignet, lediglich ein paar zusätzliche Speicherpunkte hätten dem dreidimensional-gelungenen umgesetzten Leveldesign in dieser Hinsicht nicht geschadet. Besonderer Pluspunkt: Die Story hat einiges zu bieten und überzeugt mit ausgereiften Charakteren und einem hervorragend inszenierten Einstieg. Da muss man einfach weiterspielen!

Doch eigentlich möchte ich in diesem Beitrag ein paar Worte über “Crisis Core: Final Fantasy VII” für die PSP verlieren. Nachdem ich nun schon knapp 8,5 Spielstunden auf dem Buckel habe, ist es Zeit für einen ersten Eindruck: Spätestens wenn Fans (und dazu gehöre auch ich) die “VII” im Titel lesen, fangen Augen an zu leuchten, werden Erinnerungen an Cloud, Aerith, Jenova und Shinra wach. “Crisis Core” bietet ein gelungenes Wiedersehen mit diesen alten Bekannten, steckt den Spieler aber in die Rolle von Zack, einem Kämpfer aus Shinras SOLDIER-Abteilung. Ein echtes Remake von “FF VII” wäre mir persönlich zwar lieber gewesen, aber die neue Perspektive von “Crisis Core” hat auch ihren Reiz. Die Story ist also ganz ordentlich und bietet für alte Hasen genügend Überraschungen und damit Motivationsschübe.

Doch was macht man in Spielen mit “Final Fantasy” im Namen die meiste Zeit? Richtig: Kämpfen! Und genau in Sachen Kampfsystem hat man sich für “Crisis Core” auf etwas völlig Neues eingelassen. Denn Gegner werden nicht mehr rundenbasiert, sondern in “echter” Echtzeit samt Buttonmashing-Feeling geplättet. Die Feinde lassen sich sogar von jeder beliebigen Seite aus angreifen und den gegnerischen Zaubersprüchen wird nun dank freier Bewegung in vielen Fällen geschickt ausgewichen. Vorteil: Selbst ‘zig Zufallskämpfe hintereinander gehen flott von der Hand – zehn Mal auf den X-Button gedaddelt und weiter geht’s. Nachteil: Die aus dem Vorbild übernommenen Materia samt schmucker Zaubersprüche und Auflevel-Möglichkeiten nutzt man kaum, meist reicht der Standard-Schwertangriff – selbst bei Endgegnern. Macht aber irgendwie auch nichts, man hat schon deutlich schlechter in anderen Rollenspielen gekämpft. Richtig genervt bin ich aber von der DMW: Eine Art Slotmachine, mit der Limit Breaks, Materia-Level-Ups und selbst der Aufstieg des Spieler während des Kampfes ausgewürfelt werden. Wäre gar nicht mal so schlimm, doch der absolute Horror sind die Zwischensequenzen der Limit Breaks, welche im Schnitt ein bis drei Mal pro Kampf zum Einsatz kommen. Warum? Man kann die Animation nicht überspringen! ARGH! Wie kann Sqaure-Enix nur so bescheuert sein! Da macht man ein derart edles Spiel, bringt sogar Innovation mit rein, dann aber die Spieler mit nicht überspringbaren Zwischensequenzen um den Verstand. Aber was beschwere ich mich: Meines Wissens nach war das bei “Final Fantasy VIII” auch so – und genau deshalb habe ich das Teil gehasst.

Trotzdem darf sich “Crisis Core: Final Fantasy VII” meiner Meinung nach “Pflichtkauf” schimpfen: Denn bis die Cutscenes wirklich anfangen zu nerven, spielt man bereits 7-8 Stunden und hatte in dieser Zeit jede Menge Spaß. Vielleicht haben die Macher ja sogar ein Erbarmen und überarbeiten die europäische Version bis zum Release im Juni. Zu viele Hoffnungen sollte man sich aber nicht machen, denn bis vor ein paar Jahren wusste Square-Enix scheinbar nicht einmal, was Europa überhaupt ist – wir erinnern uns an die größten PAL-Balken aller Zeiten in “Final Fantasy X”.

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crisis core, final fantasy, nanostray, ninja gaiden

THIS… IS… KRATOS!

Bastian | 15. March 2008

gowcoo2.jpg

Vier Stunden und dreißig Minuten. Genau so lange hat das Durchspielen von “God of War: Chains of Olympus” bei mir gedauert. Eine geradezu lächerlich kurze Spielzeit. Doch bereue ich den Kauf des Spiel? Keineswegs!

“Chains of Olympus” ist “God of War”-Spielspaß in seiner reinsten Form, kompromisslose Dauer-Metzelaction, ein grafischer Überhammer für die PSP. Schon nach den ersten paar Spielminuten fragt man sich, ob man nun von der Grafik oder dem Gameplay oder doch lieber von einer Mischung aus beidem begeistert sein soll. Aufhören zu spielen konnte ich jedenfalls nicht so schnell. Die Macher von “Ready at dawn” hatten wohl einen Deal mit Zeus persönlich, denn anders lässt sich diese technische Meisterleistung einfach nicht erklären: Optisch steht der PSP-Spartaner dem PS2-Vorbild in nichts nach. Und dann spielt sich das Teil auch noch genau wie der große Bruder – mehr brauch’ ich nicht, perfekte Handheld-Umsetzung. Punkt.

Na gut, dass der Endgegner derart schnell erreicht war, störte mich im ersten Moment schon ziemlich. Vor allem, weil es den Entwicklern wohl ähnlich ging und deshalb der Schwierigkeitsgrad für das finale Duell zwischen griechischer Gottheit und sterblichen Kriegsmeister viel zu hoch angesetzt wurde. Glücklicherweise sind im Verlauf dieses Kampfes – wie auch im restlichen Spiel – überaus faire Checkpoints verteilt, was kaum Frust aufkommen lässt.

Die nächste Woche ist aus Spielersicht auch bereits im (Handheld-)Kasten: “Nanostray 2″ von den Münchner Shooter-Profis Shin’en ist raus und auch “Final Fantasy Crystal Chronicles: Ring of Fates” wartet darauf, meinen DS zu beglücken. Viel zu tun. Zocken wir’s an!

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god of war, kratos, nanostray, nintendo ds, psp

Pata pata pata pon!

Bastian | 6. March 2008

patapon.jpg

Eines gleich vorweg: Ich liebe Japan! Und Ich liebe japanische Spielemacher. Kein Spiel aus Nippon konnte mir bisher zu schräg, kein Anime-Overkill zu kitschig sein. Da sollte so ein Langnasen-Abschrecker wie “Patapon” eigentlich genau das Richtige für mich sein. Ist es aber leider nicht. Werde ich nun doch zu alt oder hab ich mich einfach nur zu doof angestellt?

Was mich am Nachfolger des genialen “LocoRoco” so stört? Grafik, Charakterdesign und Sound sind es auf jeden Fall nicht, denn genau diese Bestandteile machen das Spiel so unglaublich liebenswert. Doch ohne gutes Gameplay kein gutes Spiel – und genau das nervt mich tierisch. Denn spielerisch stellt “Patapon” den leider glücklosen Versuch dar, das Echtzeit-Genre mit japanischen Musikspielen zu verheiraten. Ich will aber nicht ein ganzes Spiel mit einer Handvoll exakt im Takt einzuhämmernder Tastenkombinationen steuern! Ganz besonders nicht dann, wenn die Endgegner bereits nach ein paar Stunden ziemlich fiese Brocken werden und jedes “Pata pata pon” für den Fevermodus perfekt sitzen muss. Klar, ich könnte ja auch noch ein wenig in den “Food-Levels” zur Stärkung der putzigen Augen-Armee grinden, doch wieso soll ich bitte die Faulheit der Designer durch dümmliches Wiederholen alter Levels ausbaden?! Das hat mich schon bei “World of Warcraft” immer genervt. Ich grinde nicht, für kein Spiel – dafür fehlt die Zeit und sind die anderen Spiele einfach viel zu gut.

Zum Beispiel “God of War: Chains of Olympus“, welches nächste Woche eintrudeln wird. Nach dieser herben Patapon-Enttäuschung bauche ich mal wieder ein klassisches Spiel amerikanischer Bauart: Mit Bombast-Grafik, fetziger Metzelaction, coolen Sprüchen und obendrein jeder Menge unnötiger Gewalt! Yeah!

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god of war, nippon, patapon, psp

N+: Bruce Lee stirbt nie!

Bastian | 21. February 2008

nplus_aufmacher.gif

Bruce Lee auf dem C64. Mann, war dieses Spiel damals geil! Und stattliche 23 Jahre später (Mein Gott bin ich alt!), erinnert mich das heute frisch auf Xbox Live Arcade veröffentlichte “N+” in gleich vielerlei Hinsicht an dieses Ur-Hüpfspiel: Der Sound mischt feinste C64-SID-Melodien mit knackig-modernen Beats und die Grafik ist ebenso simpel wie farbarm, erfüllt ihren Zweck aber dennoch mit Bravur. Und dann erst dieses Gameplay! Wie schon letzte Woche bei “Commanders” gilt auch hier das Motto: Ebenso simpel wie genial. Denn “N+” nutzt eigentlich nur einen Joypad-Knopf, den Sprungknopf – hätte also auch mit meinem guten alten Competition Pro gespielt werden können. Zahllose Level wollen auf diese Weise durchsprungen und durchrannt werden, wobei fiese Gegner und tödliche Hindernisse dem kleinen Pixel-Ninja das zweidimensionale Leben schwer machen. Jump’n'Run in Reinform also. Ihr glaubt gar nicht wie viel Spaß so etwas machen kann. Runterladen und selbst antesten – marsch, marsch!

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