Das Zockerblog

Früher war einfach alles besser. Auch die Spiele.
  • rss
  • Home
  • Impressum

Danke, Johnny Lee!

Bastian | 29. December 2007

Das wird ein ganz großes Ding! Fragt sich nur, wer die Technik zuerst mit dem passenden Systemseller auf den Markt bringt. Sollte Nintendo diese Steilvorlage ignorieren, könnte das zu einem unverzeihlichen Fehler werden.

Comments
4 Comments »
Tags
headtracking, Nintendo, wii

Von Opium und Rennspielen

Bastian | 20. December 2007

Eigentlich wollte ich ja nach meinem vorweihnachtlichen Abstecher ins Krankenhaus etwas über die dort gespielten Handheld-Games schreiben. Leider war die postoperative Ausbeute ziemlich mau, denn tatsächlich habe ich nur ziemlich kurz “Zelda: Phantom Hourglass” gespielt. Das mir verabreichte Morphin war zwar Garant für ziemlich coole Träume und ein angenehm schwereloses Körpergefühl, das Zocken fällt derart zugedröhnt dann aber doch irgendwie schwer.

Wieder zu Hause kam ich nun aber doch noch zu ausgedehnteren Zocksessions. Hauptgrund dafür war “Wipeout Pulse“, welches für Feisar-Piloten der ersten Stunde wie mich ein Pflichtkauf ist. Geändert hat sich im Vergleich zum PSP-Vorgänger leider nicht viel, aber nach all den Jahren reichen mir neue Strecken und ein Onlinemodus völlig aus. Außerdem ist auf dem obligatorisch gelungenen Soundtrack ein Lied des Drum’n'Bass-Masterminds DJ Fresh zu finden. Gekauft.

Einen kurzen Abstecher mit “Warhammer 40.000: Squad Command” habe ich mir übrigens auch gegönnt. Und der hat sich auf jeden Fall gelohnt, doch als alter Warhammer 40K-Fanboy ist mein Urteil vielleicht etwas einseitig und nach weniger als zwei Stunden mit dem Spiel behalte ich meine Meinung vorerst für mich. Wer aber schon immer die Space Marines verdammt cool fand, der kauft.

Ach ja, und dann war da noch die aktuelle Episode der “1up Show” (Pflichtlektüre!) mit jeder Menge Infos zu “Burnout Paradise”. Die Demo vom Xbox Live Marktplatz hab ich mir natürlich auch gleich gegönnt. Wie ich das Spiel soweit beurteile? Gute Frage. Ich könnte an dieser Stelle nämlich einen bösen EA-Bashing-Beitrag über die langsame, aber seit dem Criterion-Kauf vorprogrammierte Fusion von “Burnout” und “Need for Speed” schreiben. Mach ich aber nicht. Denn obwohl mein geliebtes Burnout nun auch in eine von NfS/GTA inspirierte Sandbox-Umgebung, samt obligatorischer Minimap und “total coolen” Racing-Events verlegt wurde, bin ich nicht wirklich unzufrieden damit. Ich warte lieber noch bis Januar ab, kaufe das verdammte Spiel und wäge in aller Ruhe die neuen Vor- und Nachteile ab. Doch zumindest technisch überzeugt der Onlinemodus schon jetzt auf ganzer Linie, denn derart einfach und zugleich genial hat man sich bisher in noch keinem Rennspiel zu einer gemeinsamen Runde zusammengefunden. Warum? Demo runterladen und selbst ausprobieren. Es lohnt sich.

Comments
2 Comments »

Microsoft liebt dich!

Bastian | 4. December 2007

Seit heute ist ja bekanntlich das Dashboard-Update für die Xbox 360 verfügbar. Wichtigste Neuerung: DivX- und Xvid-Support. Ein Feature, das sich jeder Xbox-Besitzer von Anfang an gewünscht hat. Und kaum kündigt Sony DivX-Support an, fängt Microsoft anscheinend aus heiterem Himmel an, auf die Community zu hören. Find ich toll, was Konkurrenzdruck so alles möglich macht – und wenigstens hat die PS3 auf diesem Wege doch noch etwas Gutes.

Wirklich funktionieren tut’s leider bisher nicht. Ich besitze natürlich nur völlig frei herunterladbare Videoinhalte, wie zum Beispiel die geniale Dokumentation “Good Copy, Bad Copy“. Doch gerade die bringt meine Xbox 360 zum Absturz, das Bild wird schwarz und selbst mit dem Guide-Button komme ich nicht mehr ins Dashboard zurück. Liegt vielleicht an meinem VGA-Kabel, vielleicht aber auch am Unvermögen der Dashboard-Entwickler. Bleibt die Hoffnung auf den nächsten Patch, ansonsten muss ich die neue Xbox die Aussage gefallen lassen, dass die alte Xbox (mit ein paar Handgriffen) mehr Formate weitaus problemloser abspielt.

UPDATE vom 06.12.2007:
Mein “Schwarzer-Bildschirm-Problem” kann ich wohl mit dieser Anleitung lösen. Danke Boris!

Comments
2 Comments »
Tags
dashboard, divx, xbox 360, xbox media center, xvid

Sex mit einem Alien!

Bastian | 27. November 2007

feelingblue.jpg

Die Mutter aller Langnasen-Rollenspiele hat wieder zugeschlagen: Mit Mass Effect beschert Bioware den Xboxern derzeit einen exklusiven SciFi-Epos mit Triple-A-
Qualitäten. Auch ich bin seit dem Erstverkaufstag offizieller Retter der Galaxie – ein Auftrag für die Ewigkeit, sollte man meinen, doch nach 13,5 Stunden war das Ziel bereits erreicht. Eigentlich viel zu kurz für ein waschechtes Bioware-RPG, aber nach den epischen Höhepunkten, insbesondere dem genial inszenierten Finale, will ich darüber eigentlich gar nicht meckern. Ich hätte ja schließlich auch vor dem letzten Kampf noch alle Sidequests erledigen können, nur hat mich das Spiel zu dieser zeitschindenden Idee in keinster Weise motiviert. Das war bei “Knights of the old Republic” merklich anders, nämlich besser.

Aber egal, ich habe ja ohnehin so gut wie gemogelt. Ich konnte nicht anders: Wenn mir in den Optionen eine “Einfach-Einstellung” für die Kämpfe geboten wird, dann nehme ich dieses unmoralische Angebot natürlich wahr. Andererseits will ich so eine Option in einem Rollenspiel überhaupt nicht! Wenn die Entwickler ihren Job richtig, richtig gut gemacht hätten, wäre so etwas unnötig – zu beobachten bei vielen Japano-Rollenspielen. Andererseits will ich bei einem derart US-Zocker-kompatiblen Egoshooter-Kampfsystem einfach nicht länger als nötig kämpfen, denn hektisch ballern kann ich auch wo anders. Trotzdem verdient Biowares Idee ein Lob, da mich Rollenspiele mit Shooter-Elementen eigentlich schon immer begeistern konnten. Eine bessere Umsetzung des Kampfsystems wäre aber sicher möglich gewesen. Alternativ kämpft es sich klassisch-rundenbasiert immer noch sehr gut, aber dann schrumpft die heimische Zielgruppe und das mag EA nunmal überhaupt nicht.

Die Story von Mass Effect ist hervorragend geschrieben und ebenso umgesetzt. Ein Teil davon hat mich ja förmlich zum spielerischen Schnellvorlauf gezwungen: Sex mit einem Alien! In die blauhäutige Asari-Frau Liara hatte ich mich vom ersten Moment an verguckt, doch das sich im Laufe des Spiels eine Romanze entwickelt und ich kurz vor dem Finale mit ihr in der virtuellen Kiste lande, war eine äußerst angenehme Überraschung. Alternativ, und deshalb liebe ich Rollenspiele, hätte ich auch mit die menschliche Ashley Williams rumkriegen können, dafür allerdings ihren total rassistischen Äußerungen über außerirdische Teammitglieder zustimmen müssen. Ist wohl ein verstecktes Feature für Texaner. Wer hingegen wie ich schon zu Star-Wars-Zeiten auf die Twi’leks stand, der lässt sich natürlich auf ein Abenteuer mit Liara ein. Und ich sollte mir nach diesem psychologisch hoch interessanten Absatz ein paar Dating-Games aus Japan importieren.

Comments
2 Comments »
Tags
bioware, Games, mass effect, xbox 360

Ein Urknall von einem Spiel!

Bastian | 19. November 2007

super mario galaxy

Am Sonntag um 18.50 war es soweit: Ich hatte “Super Mario Galaxy” durchgespielt. Völlig fassungslos, wie schön ein Videospiel sein kann, sah ich mir den Abspann an – vor Begeisterung wohl ohne ein einziges Mal zu Blinzeln. Doch dieses Gefühl erfasste mich nicht nur nach dem letzten Kampf mit Marios Erzbösewicht Bowser: Fast alle paar Level saß ich kopfschüttelnd und mit offenen Mund vor dem Fernseher, ehrfürchtig vor dem Talent der Entwickler. Wie schafft man es nur, so viele Ideen, so perfekt gestaltete Level und so eine enorme Wandlungsfähigkeit in einziges Spiel zu stecken?

Sogar die “hirnverbrannte Story” nehme ich vollständig zurück, denn wenn man das Spiel erst einmal durchgespielt hat, entdeckt man in der Geschichte mit etwas Phantasie sogar so etwas wie philosophische Ansätze. Klar, die passen zu Mario eigentlich überhaupt nicht, aber um Lichtjahre besser als “Dinosaurier-Tyrann entführt Prinzessin” ist die Story allemal. Hätte ich Kinder, würde ich das Märchen der Sternenkinder jeden Abend mit großer Begeisterung erzählen.

Aber trotzdem: Story, Charaktere und teilweise sogar die Grafik sind bei diesem Spiel völlig sekundär. Was zählt, ist das Gameplay. Und das ist besser als jemals in einem Mario-Spiel zuvor. Die genialen Gravitations-Spielereien, die Levelvielfalt, die perfekte Integration der Wii-Steuerung und die nicht enden wollende Sternensammelwut dank zahlloser Bonuslevel machen “Super Mario Galaxy” zur endgültigen Killerapp für die Wii und deren neuartige Steuerung. Miyamoto-San, wie konnte ich nur jemals an dir zweifeln!

Denn ich war bis zuletzt überhaupt nicht von diesem Spiel überzeugt. Schon auf der E3 2006 machte ich mir nicht mal die Mühe, mich in die Mario-Schlange einzureihen. Es sah einfach viel zu wenig nach einem “echten” Mario-Spiel aus, mit all den Planeten, dem Herumgefliege und kugelrunden Levels. Eher nach einem typischen Wii-Spiel, bei dem der Gameplay-Anspruch hinter der neuartigen Steuerung zurückbleiben muss. Selbst nach dem Kauf und den ersten zwei Levels war ich noch immer nicht ganz von Marios legendärem Charme erfasst. Doch dies sollte sich nach dem ersten Obermotz schlagartig ändern: Mario war wieder da – und sogar besser als jemals zuvor!

Nahezu ohne Pause habe ich danach das ganze Wochenende mit dem – ultra-ausgelutschtes-Synonym-Alarm – hüpfenden Klempner verbracht. Ein so starkes Suchtgefühl hatte ich zuletzt mit einer Konsole vor Ewigkeiten. Sogar “Mario 64″ konnte mich nicht derart fesseln, höchstens “Super Mario World” hatte seinerzeit das Zeug dazu. Und vorbei ist der galaktisch-gute Spaß noch lange nicht: 61 Sterne habe ich, 59 weitere kann ich nach dem Durchspielen noch sammeln – das nenne ich mal einen sauberen Bonusinhalt! Aber ich muss mich ranhalten, man hat ja in diesen Tagen kaum Zeit für Bonuslevel und 100%-Perfektionismus – am Mittwoch geht es nämlich mit “Mass Effect” auf der Xbox 360 weiter. Harte Arbeit, diese Vorweihnachtszockerei.

Comments
12 Comments »
Tags
bowser, miyamoto, stardust, super mario galaxy, wii

Was wird denn hier gespielt?

Bastian | 11. November 2007

Dazu komme ich gleich. Aber auf jeden Fall gibt es hier zu wenig neue Beiträge! Hauptgrund ist die momentan ziemlich erschöpfende Arbeit – doch das heißt noch lange nicht, dass ich nicht mehr zum Zocken komme. Ganz im Gegenteil: In den letzten Wochen fröne ich sogar einem ziemlich ausgeprägten Spiele-Kaufrausch. Was hätte ich in all dieser Spielzeit nicht für wunderschöne Blog-Beiträge schreiben können? Aber der Laden hier heißt schließlich nicht umsonst “Zockerblog” – wir verstehen uns, gelle? Hier also die Liste mit den an- und durchgespielten Games der letzten Wochen:

Guitar Hero III: Legends of Rock
Ich hab mich so auf die Tracks von “The Killers” und “Tenacious D” gefreut. Doch nach dem Anspielen sind genau die eher eine Enttäuschung – für die 360 hole ich mir GH3 auf jeden Fall nicht auch noch.

The Orange Box
Nach dem genialen “Portal” bin ich nun auch mit “Episode Two” durch. Ich hatte in meinem Halo 3-Mecker-Post vollkommen recht: Was Bungie auf ganzer Breite fehlt, das hat Valve perfektioniert: Hervorragend geschriebene Geschichten genauso packend zu erzählen. Jetzt ist DIE Gelegenheit Half-Life 2 noch einmal von Anfang an in HD durchzuspielen. Da sag’ ich nicht nein.

Eternal Sonata
Super-simpel, super-linear – aber auch super-schön! Und dann erst diese Grafik! Einfach Wahnsinn!

Mutant Storm Empire
Habe den ersten Teil schon geliebt – und der Nachfolger ist alles andere als eine Enttäuschung!

Metroid Prime 3: Corruption
Ok, zu dieser zeitlos genialen Spieldesign-Perle könnte ich vielleicht sogar ein eigenes Blog eröffnen. Absoluter Pflichtkauf! Und wer noch keine Wii haben sollte, der kauft das Teil gefälligst gleich mit!

The Legend of Zelda: Phantom Hourglass
Dank fast perfekter Steuerung und nicht zu kniffligen Dungeons genau mein Ding. Ein Zelda, wie ich es mir seit dem SNES-Abenteuer gewünscht habe.

Dementium: The Ward (DS)
Mittelprächtiger Shooter mit einer Prise “Silent Hill”. Leider nicht der Rede wert das Teil.

Silent Hill: Origins
Nur gut, dass es für die PSP das Original gibt. Doch das stimmt nur zur Hälfte: Sieht so aus, als hätte kein einziger Japaner daran mitgearbeitet. Gutes Zeichen? Eher nicht.

Disgaea: Afternoon of Darkness
Hurra! Die PSP ist jetzt DAS Gerät für eine einsame Insel. Dieses Spiel bietet sogar mehr Spielzeit als mir ehrlich gesagt lieb ist.

Castlevania: The Dracula X Chronicles
Ich liebe Castlevania – was ich von diesem 3D-PSP-Remake halten soll, kann ich noch nicht sagen. Für Fans aber auf jeden Fall den Kauf wert.

Final Fantasy Tactics: The War of the Lions
Tja, Tactics halt – Square-Enix hat einfach nur die PSOne-Version auf die PSP konvertiert. Das Teil war damals eine Revolution, aber das Genre hat sich mittlerweile ein gutes Stück weiter entwickelt. Da freue ich mich eher auf “Final Fantasy Tactics A2″ für den DS – die japanische Version sieht verdammt gut aus!

Syphon Filter: Logan’s Shadow
Gabe Logan durfte im Kaufrausch auch nicht fehlen. Der Mann ist schließlich einer der größten Spielehelden meiner alten Playstation-Tage. Und die PSP-Version hält mit den alten Abenteuern locker mit.

Ihr seht, ich habe momentan wirklich viel zu tun. Wie soll man da noch zum Bloggen kommen? Aber Moment! Anfang dieser Woche werde ich endlich in den spielerischen Hochgenuss von “Super Mario Galaxy” kommen. Das Spiel verspricht laut ersten Pressestimmen das beste Mario-Spiel seit “Mario 64″ zu werden – und damit der perfekte Weihnachts-Blockbuster für die Wii. Na also, Nintendo! Ein Jahr nach dem Verkaufsstart der Konsole kommen auch schon die bitter nötigen Hits dafür auf den Markt. Jetzt haben endlich Millionen von Wii-Käufern einen guten Grund stolz auf ihre Konsole zu sein.

Aber ich schweife schon wieder ab – mehr dazu und mein persönlicher Ersteindruck folgt dann im Laufe der Woche.

Comments
1 Comment »
Tags
nintendo ds, ps2, psp, wii, xbox 360

Sterben die PC-Spiele(r) aus?

Bastian | 30. October 2007

ohshit.jpg

Seit ein paar Monaten ist mein GeForce-7-Notebook für aktuelle PC-Spiele deutlich zu schwach. Es macht einfach keinen Spaß, die neuesten DX10-Brummer auf der Kiste beim Ruckeln zu beobachten. Ein neuer PC musste her und zwar schnell! Mit einer Geforce 8800er, einem schnuckeligen Quadcore-Q6600 und elitären 2GB RAM. Doch während ich bereits Komponenten-Preise und Gamestar-PCs von der Stange verglich, schoss mir eine ganz zentrale Frage durch den Kopf: Für welches Spiel lohnt sich die Anschaffung des neuen PC-Boliden überhaupt? Crysis? Klar, das wird ein Grafik-Hammer, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat! Word in Conflict? Logisch, denn das Spiel hat neben genialer Grafik sogar noch ein geniales Gameplay zu bieten! Und dann natürlich noch… äh, ja, was eigentlich?

Klar, die “Orange Box” und auch “Bioshock” sind ein absoluter Pflichtkauf und selbst “Call of Duty 4″ dürfte viel besser als erwartet ausfallen. Aber diese Spiele hole ich mir für die Xbox 360 – aus Bequemlichkeit und weil ich alles kabellos von der Couch auf einem hochauflösenden LCD-TV zocken kann.

Ich bringe es auf den Punkt: Die wirklich guten und gleichzeitig PC-exklusiven Games sterben aus, die Anschaffung eines 1300-Euro-PCs lohnt sich nicht mehr. Warum soll ich mir eine Höllenmaschine unter den Schreibtisch stellen, wenn es zum Weihnachtsgeschäft weniger als eine Handvoll guter PC-Spiele geben wird? Selbst meine große Hoffnung namens “Hellgate: London” entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als belangloser Singleplayer-Durchschnitt, was ein weiterer Grund für den Nichtkauf ist.

Blickt man auf die PC-Spiele der letzten Monate zurück, ergibt sich wertungstechnisch ein sehr trauriges Bild. Während auf den Konsolen ein Hit den anderen jagt, daddeln viele PC-Spieler eher lauwarme Durchschnittskost. Andere wiederum sind seit der Veröffentlichung von “World of Warcraft” schwer süchtig und haben das Interesse an nahezu allen anderen Spielen gänzlich verloren. Was sich da abzeichnet, bringt vielleicht bald eine ganze Industrie ins Trudeln: Ohne genügend PC-Spiele jenseits der 8,5er Wertungsgrenze verkaufen ATI und Nvidia weniger Grafikkarten, der Absatz von Wasserkühlungen sinkt ins Bodenlose und in grelle Neonfarben getauchte Casemods baut bald auch keiner mehr. Denn es waren die Zocker, die der überzüchteten Klickibunti-Hardware überhaupt erst einen eigenen Markt eröffnet haben.

Beim Ausblick auf die PC-Hoffnungsträger des nächsten Jahres, gibt es leider nicht viel zu sehen, selbst in weiter Ferne konnte ich bis auf “Starcraft 2″, “Spore” und “Fallout 3″ keinen weiteren “Ich-brauch-einen-neuen-PC-Titel” entdecken. Haben die Konsolen den Kampf um die Zocker dank unkompliziertem Online-Gaming, günstiger Hardware und Patch-freien Games ohne bockigen Kopierschutz gewonnen? Sieht wohl ganz so aus.

Den Kauf des neuen Traum-PCs habe ich jetzt bis auf unbestimmte Zeit verschoben. Das gesparte Geld hab ich in einen Stapel 360-, Wii- DS-Spiele gesteckt und bin damit bis ins nächste Jahr hinein bestens versorgt. Und sollte mein Notebook den Geist aufgeben, kaufe ich mich einen Apple-Rechner – besser als so eine Vista-Nerverei ist der allemal.

Comments
23 Comments »
Tags
crysis, konsolen, pc-spiele, pcgames, xbox 360

Halo 3: Aus und vorbei!

Bastian | 30. September 2007

1427528-full.jpg

Nach einem erkältungsbedingtem Ausfall kurz nach dem Kauf, habe ich Halo 3 heute endlich durchgespielt. Natürlich hat die neunstündige Linear-Baller-Action viel Spaß gemacht, aber das ganze Brimborium um Microsofts bestes Pferd im Stall kann ich nur bedingt nachvollziehen. Und spätestes als der Master Chief die Glocke an der NASDAQ läutete, ging mir der Medienzirkus um dieses Spiel endgültig auf den Sack. Das wäre natürlich ein wenig anders, wenn Halo 3 dieses Spektakel verdient hätte – hat es aber nicht. Gotteslästerung, Blasphemie, Sony-Fanboy? Au contraire: Ich mag meine Xbox 360 und ich mag die Halo-Serie, sehr sogar.

Doch mit dem dritten Teil der Kultserie haben die Leute von Bungie ihrem Unvermögen Geschichten zu erzählen ein millionenschweres Denkmal gesetzt. Denn die Story von “Halo 3″ ist nicht nur hanebüchen schlecht, sondern auch noch unglaublich mies erzählt. Hinzu kommt eine grausame deutsche Lokalisierung, welche den ohnehin unverständlichen Reigen um Cortana, die Allianz, die Flood und “Wahrheit” (LOL!) das letzte Fünkchen Sinn raubt und ein Fragezeichen nach dem anderen über meinem Kopf kreisen lässt. Gut, dass die Protagonisten und Sternenkriegspartien in der deutschen Fassung mit dämlichen Namen leben müssen, ist nicht unbedingt ein Fehler von Bungie. Aber das man während der gesamten Spielzeit nur flache Charaktere und Story-Bruchstücke zum selbst sortieren vorgeworfen bekommt, lässt das mühsam erschaffene Halo-Universum sofort wieder in sich kollabieren. Kaum holt Bungie den endgültig letzten Kampf um die Menschheit auf die Erde zurück, wird man auch schon durch ein Wurmloch wieder in eine surreale Ringwelt versetzt, rettet Cortana, prügelt sich mit den Flood, verbündet sich mit den Flood, rettet Cortana wirklich (wow!), zerstört einen weiteren Halo-Ring (Überraschung!) und landet am Ende als unscheinbare Randnotiz an einem Denkmal für Kriegshelden.

Natürlich ist alles auch irgendwie ganz anders, da man sich bei “Halo 3″ auch immer einen eigenen Reim auf die ebenso zahl- wie sinnlosen Storyfragmente machen darf. Aber ganz im Gegensatz zu einem Film von David Lynch ist dies nicht die Absicht der Macher, sie können ihre Geschichte einfach nicht gut genug erzählen. Schon gar nicht, wenn es sich nach Microsofts Wunsch um das meistverkaufte und beste 360-Spiel aller Zeiten handeln soll.

Doch bevor die Halo-Fans da draußen zur Steinigung ansetzen, muss ich natürlich den hervorragenden Mehrspielermodus und die witzige Kino-Funktion von “Halo 3″ loben. Damit werde ich nämlich sicher noch ein paar Wochen oder sogar Monate meinen Spaß haben. Und wirklich schlecht (also wertungstechnisch unter 80%)  ist “Halo 3″ natürlich nicht, jedoch macht die miese Story meiner Meinung nach sehr viel kaputt, was mich gleich doppelt ärgert. Bevor ich den belanglosen und größtenteils austauschbaren Solomodus nochmals anfasse, freue ich mich lieber auf die Orange Box von “Half-Life 2″. Denn was Bungie nie gelernt hat, ist glücklicherweise eine große Stärke von Valve: Spannende Geschichten voller unvergesslicher und liebenswerter Charaktere zu erzählen.

Comments
6 Comments »
Tags
bungie, halo 3, orange box, xbox 360

Halo 3: Es kann losgehen!

Bastian | 24. September 2007

Endlich beginnt das Ende einer genreprägenden Serie. Wird ja auch langsam Zeit, besonders nach dem miesen Ende des zweiten Teils. Die werten Kollegen lieben Halo 3 bereits jetzt. Zieht man von der brisanten Mischung aus US-Online-Magazinen, Egoshooter und AAA-Hype nochmals zehn Prozentpunkte ab, bleibt immer noch ein äußerst spielenswertes Spielchen mit hervorragendem Onlinemodus übrig. Ich freue mich jedenfalls drauf und berichte in ein paar Tagen wie’s mir gefallen hat.

Comments
2 Comments »
Tags
bungie, halo 3, xbox 360

Bioshock: Mein Fazit

Bastian | 2. September 2007

bs_s.jpgGestern um 1.30 Uhr war es endlich soweit: Der letzte große Bösewicht in Rapture wurde von mir erledigt, das große Rätsel von “Bioshock” ist gelöst. Und genau so, wie sich mein Held im Laufe dieses Höllenritts dank zahlloser Gen-Spritzen immer mehr verwandelt hat, so habe auch ich eine große Veränderung durchgemacht. Denn dank Bioshock ist meine Erwartungshaltung gegenüber Egoshootern nun eine völlig andere. Was wird es das arme “Halo 3″ gegen Ende des Monats schwer mit mir haben – ist es überhaupt möglich, so viel Atmosphäre, Grafikpracht, spielerischen Tiefgang und eine derart geniale Soundkulisse wie die von Bioshock zu toppen?

Klar, auch dieser Meilenstein des Genres hat seine Schwächen: Bioshock ist stellenweise schlicht zu einfach und auch das Ausnutzen der Umgebung zum eigenen Vorteil ist eher eine Option als der einzig gangbare Weg. Denn wer will, der prügelt die Gegner einfach mit der Rohrzange weg und putzt jeden Big Daddy mit vier Granaten vom Schirm. Doch diese ebenso skurrile wie faszinierende Unterwasserwelt, die Ken Levine in Bioshock aus dem Nichts hat entstehen lassen, fesselt weniger durch ihre Shooter-Qualitäten, als durch ihre Bewohner und deren dunklen Geheimnisse. Und dank einer der besten deutschen Lokalisierungen der Spielegeschichte kommen alle Charaktere auch auf Deutsch wie echte Schauspieler rüber. Dabei sieht man sie meist nur als Schatten, die Stimmung wird fast immer durch simple Funkübertragungen erzeugt. Das hat seinerzeit bei “Aquanox” funktioniert und im vom Setting her sehr ähnlichen “Bioshock” erst recht. Und dann ist da dieses fantastische Grafikdesign, das obendrein auch noch so extrem wandlungsfähig ist. Jedes Viertel von Rapture begeistert aufs Neue, fast jeder Raum hat eine Geschichte zu erzählen oder ein Geheimniss zu verbergen.

Wie nach einem wirklich, wirklich gutem Buch brauch ich jetzt erst mal eine kleine Pause und etwas Abstand zum nächsten Abenteuer. Zu schön und zu frisch sind noch die Erinnerungen an Rapture, die Little Sisters, Atlas, Andrew Ryan und an eine der schönsten Spielewelten die ich jemals betreten durfte.

Comments
6 Comments »

« Previous Entries Next Entries »

twitter

Blogroll

  • bastian-stein.de
  • gamezone.de
  • kaliban.de
  • officewissen.net
  • pcwissen.net
  • retrozone.de
  • xbox-watch-blog
  • zehn.de
  • zwillinge-blog.de

Categories

  • Allgemeines
  • Apple
  • Computerkunst
  • Computerspiele
  • Games
  • Musik
  • NextGen
  • Nintendo
  • Playstation
  • Retrogaming
  • Surftipps
  • Websites
  • Windows Vista
  • Xbox 360
  • Zocken

Tags

Apple arcade atari blizzard bungie casual cosplay fear 2 final fantasy gameboy Games gewalt god of war gta halo halo 3 headtracking iphone ipod ipod touch killerspiele konsolen little big planet mac miyamoto nanostray nes Nintendo nintendo ds orange box pc-spiele ps3 psp retro retrogames Retrogaming starcraft video werbung wii wordpress xbox 360 Xbox 360 xbox live arcade zockerblog

Rechtliches

  • Impressum

rss Comments rss valid xhtml 1.1 design by jide powered by Wordpress get firefox