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Bionic Commando: 8-Bit in HD

Bastian | 16. August 2008

Der Summer of Arcade hat es ja wirklich in sich: Das seit letzten Mittwoch auf Xbox Live Arcade erhältliche “Bionic Commando: Rearmed” ist eines der besten 8-Bit-Remakes der Spiele-Geschichte. Egal ob Grafik, Gameplay oder Sound: In allen Bereichen hat man die einstige NES-Perle auf den aktuellen Stand der Technik gehievt, jedoch ohne den Charme des Originals auch nur anzukratzen. Aus Pixel-Sprites wurden 3D-Modelle, dennoch spielt man in der einzig wahren Perspektive: in 2D. Kindheitserinnerungen sind nunmal frei von Problemen mit der virtuellen Kamera. Selbst der Sound klingt modern, bietet aber viele kultige Chipmusic-Passagen und macht Lust, die alten SIDs und MODs  von der Backup-Platte hervorzukramen. Die Entwickler haben den vertikal scrollenden Abfang-Missionen sogar ein Remix von Rob Hubbards Kult-Soundtrack zur C64-Perle “Commando” spendiert. Wenn das mal kein Anzeichen von absoluter Nerd-Genialität ist?

Und dann erst dieses bockschwere, manchmal sogar an der Frustrationsschwelle kratzende Gameplay! Ja, meine Herren, die Spiele der 8- und 16-Bit-Zeiten waren fast alle so. Daran gibt es absolut nichts zu meckern, man muss sich halt jeden einzelnen Pixel der Level genau merken und mit jedem ausgehauchten Leben kommt man ein kleines Stückchen weiter. Wer einst wie ich “Super Ghost’n'Ghouls” durchgespielt hat, weiß, wovon ich rede. Als Sahnehäubchen auf diesem rundum perfekt gelungenen Retro-Remake haben die Macher eine riesige Anzahl virtueller Trainingslevel geschaffen, bei denen es ausschließlich um perfektes Greifarm-Timing geht. Und selbst die deutsche Lokalisierung der textbasierten Dialogscreens ist mehr als gelungen und überrascht mit jeder Menge Wortwitz (“ROFL? Englische Akronyme sind hier nicht erlaubt!). Jetzt müssten die Grin-Studios nur noch einen weiteren Auftrag von Capcom zur Entwicklung eines ebenso gelungenen Remakes zu “Ghost’n'Goblins” bekommen – das würde ich sogar zum Vollpreis kaufen.

Apropos Vollpreis: Ich bin total von “Soul Calibur IV” enttäuscht. Ohne fesselnden Einzelspieler-Modus und mit ständig überfüllten Online-Lobbys hab ich schnell die Lust verloren. Klar, wenn das nächste Mal ein paar Dreamcast-Veteranen bei mir aufkreuzen, darf “Soul Calibur IV” nicht fehlen. Doch bis dahin wandert das gute Stück wohl erstmal in den Schrank.

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NextGen, Retrogaming, Xbox 360, Zocken
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arcade, xbox 360
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das mit Soul Calibur 4 verteh ich aber mal gear

karaokefreak | 17. August 2008

das mit Soul Calibur 4 verteh ich aber mal gear nicht. Klar, Story kommt bei SC4 zu kurz, aber der Schicksalsturm ist schon eine derbe Herausforderung. Der Charakter-Editor ist wirklich kool und läd zur intensiven Char-Pflege ein. Und Online funzt bei mir alles wunderbar…. Naja, Geschmäcker eben.

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