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Second Life? Nein danke!

Bastian | 21. December 2006

Second Life

Wenn das mal kein Zufall ist: Gerade habe ich mich durch den fantastischen Cyberspace-Wälzer „Otherland“ von Tad Williams geackert, da häufen sich die Medienberichte über ein neuartiges MMORPG namens „Second Life“. Von einer autonomen Cyberspace-Welt, so schön wie das bezaubernde Temilún, ist da die Rede. Von Millionären, die alleine durch den Verkauf von virtuellem Land auch im „1st Life“ zu großem Reichtum gekommen sind. Und da ich gerade mal wieder der totalen WOW-Sucht verfallen bin, konnte ich nicht umhin, mir dieses scheinbar revolutionäre Spiel zu installieren. Doch was mich nach dem ersten Login erwartete, war alles andere als eine goldene Stadt: „Second Life“ sieht einfach unglaublich hässlich aus! Selbst die Level-1-Hoppelhäschen in „World of Warcraft“ sind tausendfach liebevoller animiert als die 200-Polygon-Fratzen in „Second Life“. Meine Spielfigur bewegt sich so, als würde sich dieser dauerpralle Volltrottel Pete Doherty neuerdings als Marionettenspieler verdingen und die Texturen im vermeintlich „zweiten Leben“ sind matschiger als die eines drittklassigen N64-Spiels.

Und der größte Witz: Es gibt tatsächlich Leute (und sogar Firmen), die in dieser virtuellen Polygonsuppe echtes Geld ausgeben! Nein danke, liebes Linden Lab – dann verschwende ich meine Zeit und mein Geld doch lieber mit Hardcore-Grinden in WOW. Da merkt man wenigstens schon alleine an der Präsentation des Spiels, dass talentierte Leute viel Zeit und Herzblut in ihr Projekt investiert haben.

Ja klar, „Second Life“ soll weder ein Computerspiel im klassischen Sinne sein, noch werden die Inhalte von ausgebildeten Designern geliefert – sondern von den Spielern selbst. Doch macht diese mit Quicktime realisierte Parallelwelt deshalb unbedingt mehr Spaß? Meiner Meinung nach nicht – schließlich will ich weder reales Geld für virtuelle Schuhe ausgeben noch Zeit in den Bau eines virtuellen Hauses investieren (das auf teuer gekauftem Grund stehen muss). Was haben sich die Macher dabei nur gedacht? Wohl genau das, was draus geworden ist: Ein riesiger Hype, der den Web-2.0-Wahn um Längen übertrifft – garniert von sehr positiver Pressearbeit, welche die ebenso lobenswerte wie kapitalistische Grundidee in den Himmel frohlockt, die pixelige und bescheuert bedienbare (virtuelle) Realität aber völlig außer Acht lässt. Oder um es im Otherland-Googleboy-Jargon zu sagen: „Ist mir echt viel zu scännig das Teil. Es cräsht, du cräshst und ich geh ex, basta!“

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Der Schreiber des Blogs Fehler gemacht. Er hat sich nicht

Sovrane | 26. July 2007

Der Schreiber des Blogs Fehler gemacht. Er hat sich nicht über “Level-1″ (das es nicht gibt) hinausgewagt, weil er von vornherein Vorurteile hatte. Es gibt sehr wohl Liebevoll animierte Charaktere die man noch nichtmal kaufen muss.
Ich könnte jetzt noch einige Beispiele nennen aber dann schreibe ich bis heute Nacht. Tja und ich hab heute noch was vor in Secondlife.

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