Das Zockerblog

Früher war einfach alles besser. Auch die Spiele.
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Weihnachts-Dauerzock: Mein Fazit

Bastian | 26. December 2006

wiinker.jpgWeihnachten ist überstanden, höchste Zeit die spielerischen Erlebnisse der letzten Tage zusammenzufassen. Auf besonderen Wunsch zunächst noch ein paar Worte zu meiner frisch gekauften Wii-Konsole: Ohne rosarote Erstverkaufstag-Brille hab ich das Gerät nun etwas genauer in Augenschein genommen und dabei festgestellt, dass zwar nicht alles Gold ist, was glänzt, aber dennoch recht solide und gut durchdacht sein kann. Wenn man nämlich „Wii Sports“ mal ganz ehrlich und als Solozocker betrachtet, ist das Ganze nichts weiter als eine nett gemachte Techdemo. Viel zu simpel sind die Spielchen und trotz hohem Innovationsfaktor ist die Steuerung zu ungenau. Klar, das Wiimote-Konzept haut einen beim ersten Mal vom Hocker, aber nach ein paar Runden ist doch irgendwann die Luft raus. Der Mehrspielermodus ist natürlich dennoch weltklasse, ganz besonders auf Partys. Da ich aber über die Feiertage weder Partys geschmissen habe, noch die Bude voller Freunde hatte, liegt „Wii Sports“ schon seit Tag 2 nach Wii-Launch im Schrank. Macht nix, irgendwann kommt schon mal wer vorbei oder die Verlobte wird doch noch eines Tages zur Zockerin. (Letzteres aber wohl nur in meinen Träumen)

„Zelda: Twilight Princess“ hat mich schon deutlich länger fesseln können, obwohl ich die meiste Zeit der letzten Woche damit verbracht habe, meinen WOW-Hexenmeister im Schnelldurchlauf auf Level 24 hochzujagen. Zelda-Kurzfazit: Einem klassisch genialen Gameplay und einer überraschend präzisen Wii-Steuerung stehen eine stellenweise ziemlich miese Optik und eine völlig matschige Durchschnittsstory gegenüber. Doch Nintendos Firmenmotto „Tolle Spiele statt protziger Grafik“ zieht auch hier: Die verwaschenen N64-Texturen sind spätestens dann vergessen, sobald man einen der perfekt ausgetüftelten Dungeons und dessen Endgegner gemeistert hat. Ich habe nach knapp neun Spielstunden gerade den Gorgonen-Boss im Feuertempel besiegt und selten so viel Spaß mit einem Endgegner gehabt. Immer fair, aber trotzdem fordernd – sehr vorbildlich. Auch wenn die Kämpfe gegen Standardgegner aufgrund der Fuchtel-Steuerung dann doch viel zu simpel sind. Aber das würde jetzt zu sehr ins Detail gehen und ein ganzes Review will ich eh nicht schreiben.

Noch ein paar abschließende Worte zum Verhältnis zwischen Gameplay und Grafik: Ich habe in den letzten Tagen neben „Zelda“ natürlich auch „Gears of War“ gespielt. Wer von den beiden Spielen in Sachen Optik das Rennen macht, ist völlig klar. Doch in Bezug auf das eigentlich weit über der Technik stehende Gameplay kann Epics Grafikprotzer dem leicht unscharfem Low-Res-Link nicht mal annähernd das Wasser reichen. Dies sehen die Redakteure der von mir normalerweise hoch geschätzten Seite gamespot.com leider etwas anders. Spiel des Jahres wurde „Gears of War“. Ein Ergebnis, das für amerikanische Seiten natürlich typisch ist. Dümmliche Ballerspielchen mit Hammergrafik gewinnen da ganz gerne mal einen Award mehr als in Europa. Natürlich hat auch mir das Durchspielen von „Gears“ sehr viel Spaß gemacht und natürlich hab ich mich auch an der sensationellen Grafik der Zwischensequenzen aufgegeilt wie selten zuvor. Doch dieses dumpfe Ballern-Ducken-Nachladen-Ballern-Gameplay? Spiel des Jahres? Ne, wirklich nicht.

Was nicht heißen soll, dass für mich „Zelda“ das Spiel des Jahres ist. Ganz und gar nicht. Nachdem ich auch mit dem Sieger bei 4players nicht völlig einverstanden bin, halte ich mich in dieser Hinsicht lieber dezent zurück und spare mir zum ersten Mal seit fünf Jahren die Suche nach dem Spiel des Jahres. :)

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Mein Wii geht online

Bastian |

mapwii.jpgWow, der Internet-Browser des Wii ist wirklich klasse! Da kann sich der Möchtegern-HTML- Interpretierer auf Sonys PSP mal eine ganz dicke Scheibe von abschneiden. Sogar Youtube läuft astrein und bringt Flash-Videoschnipsel auf den großen Wohnzimmer-Fernseher. Ganz besonders 2.0ig ist auch mapwii.com, ein Service, mit dem man direkt vom Wii-Browser aus neue Freunde finden kann. Mashup vom Feinsten – somit wäre auch die von Haus aus total bescheuerte Freundes-Funktion des Wii endlich im Griff. Ich bin auch schon drin, also bitte adden!

Seit ein paar Tagen ist übrigens auch der Wetterkanal für den Wii (ich sage DEN Wii, da ich mich niemals mit dem offiziellen Artikel anfreunden werde!) verfügbar. Zwar kein Google Earth, aber der drehbare 3D-Wetterglobus ist schon ein echter Hingucker. Unbedingt ausprobieren!

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Second Life? Nein danke!

Bastian | 21. December 2006

Second Life

Wenn das mal kein Zufall ist: Gerade habe ich mich durch den fantastischen Cyberspace-Wälzer „Otherland“ von Tad Williams geackert, da häufen sich die Medienberichte über ein neuartiges MMORPG namens „Second Life“. Von einer autonomen Cyberspace-Welt, so schön wie das bezaubernde Temilún, ist da die Rede. Von Millionären, die alleine durch den Verkauf von virtuellem Land auch im „1st Life“ zu großem Reichtum gekommen sind. Und da ich gerade mal wieder der totalen WOW-Sucht verfallen bin, konnte ich nicht umhin, mir dieses scheinbar revolutionäre Spiel zu installieren. Doch was mich nach dem ersten Login erwartete, war alles andere als eine goldene Stadt: „Second Life“ sieht einfach unglaublich hässlich aus! Selbst die Level-1-Hoppelhäschen in „World of Warcraft“ sind tausendfach liebevoller animiert als die 200-Polygon-Fratzen in „Second Life“. Meine Spielfigur bewegt sich so, als würde sich dieser dauerpralle Volltrottel Pete Doherty neuerdings als Marionettenspieler verdingen und die Texturen im vermeintlich „zweiten Leben“ sind matschiger als die eines drittklassigen N64-Spiels.

Und der größte Witz: Es gibt tatsächlich Leute (und sogar Firmen), die in dieser virtuellen Polygonsuppe echtes Geld ausgeben! Nein danke, liebes Linden Lab – dann verschwende ich meine Zeit und mein Geld doch lieber mit Hardcore-Grinden in WOW. Da merkt man wenigstens schon alleine an der Präsentation des Spiels, dass talentierte Leute viel Zeit und Herzblut in ihr Projekt investiert haben.

Ja klar, „Second Life“ soll weder ein Computerspiel im klassischen Sinne sein, noch werden die Inhalte von ausgebildeten Designern geliefert – sondern von den Spielern selbst. Doch macht diese mit Quicktime realisierte Parallelwelt deshalb unbedingt mehr Spaß? Meiner Meinung nach nicht – schließlich will ich weder reales Geld für virtuelle Schuhe ausgeben noch Zeit in den Bau eines virtuellen Hauses investieren (das auf teuer gekauftem Grund stehen muss). Was haben sich die Macher dabei nur gedacht? Wohl genau das, was draus geworden ist: Ein riesiger Hype, der den Web-2.0-Wahn um Längen übertrifft – garniert von sehr positiver Pressearbeit, welche die ebenso lobenswerte wie kapitalistische Grundidee in den Himmel frohlockt, die pixelige und bescheuert bedienbare (virtuelle) Realität aber völlig außer Acht lässt. Oder um es im Otherland-Googleboy-Jargon zu sagen: „Ist mir echt viel zu scännig das Teil. Es cräsht, du cräshst und ich geh ex, basta!“

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Wii are so happy!

Bastian | 9. December 2006

My Wii

Danke Kaufhof! Rein, gekauft, gefreut! So muss das sein!

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Ein Zocker der ersten Stunde

Bastian | 3. December 2006

Erst mal ein dickes Sorry für die abermals schwächelnden Updates des Zockerblogs, aber leider geht’s bei mir in der Arbeit gerade ziemlich zur Sache – da brauch ich Abends einfach mal etwas mehr Monitor-Abstinenz. Zum Beispiel vor dem Beamer mit Gears of War.

Doch nun zur Sache: Das folgende Foto zeigt meinen Vater, meinen Opa und meine sabbernde Wenigkeit vor einer der vielleicht ersten Videospielkonsolen. Da ich peinlicherweise keine Ahnung habe, um welches Gerät es sich da handeln könnte, bin ich auf eure Hilfe angewiesen. Das es sich bei diesem antiken Pixelschieber mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Art „Pong“ handeln muss, ist mir irgendwie klar. Was fehlt sind Name, Hersteller und Wikipedia-Link.

Wer mir also sagen kann, was für ein Gerät da auf dem Tisch steht, kann sich hochoffiziell als Retro-Gott bezeichnen. Außerdem weiß ich dann endlich auch warum ich es mit über 30 Jahren immer noch total faszinierend finde, wenn auf dem Bildschirm ein paar klotzförmige Pixel nach meiner Pfeife tanzen. :)

Zockerbaby

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